Honterusgemeinde
Aktuelles
Presseerklärungen
Schwarze Kirche
Geschichte
Bauwerk
Orgeln
Teppichsammlung
Kunstschätze
Paramentenschatz
Fotogalerie
Kirchenmusik
Rückblick
Archiv und Bibliothek
Kontakt
Besichtigung
Startseite
     

Suchen & Finden

Siebenbürgen braucht dich

Siebenbürgen braucht Dich
Aufruf zum Freiwil-ligendienst in der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien

Musica Barcensis

Bildergalerie

Evangelische Kirche A.B. in Kronstadt

Kunstschätze

Der Hauptaltar

(1866)

Bis zur Reformation war die Kirche der Hl. Maria geweiht, so dass für den verlorenen mittelalterlichen Hauptaltar ein mariologisches Thema angenommen werden kann. Das Hauptbild des heutigen Altars zeigt das Thema der Bergpredigt, die der zentralen Stelle entspricht, die der Glaube an die Gnade Gottes im evangelischen Glauben entspricht. Der neogotische Altar bildet mit dem Chorgestühl eine konzeptionelle Einheit.

Die Kanzel

(1696)

Der Vorgänger war bei dem Großen Brand verloren gegangen. Der Stifter war der Metzgermeister Laurenz Bömches, dessen Monogramm sich in dem Ornamentkranz auf einer der Spiegelflächen der Kanzel befindet.

Das Taufbecken

(Bronze, 1472)

Eines der wenige Ausstattungsgegenstände, die aus der Zeit vor dem Brand stammen, und zugleich ein wertvolles Bespiel mittelalterlicher Kunstgießerei. Der gotische Minuskelschriftzug verrät den Namen des Stifters: Magister Johannes Reudel. Der bauchig gewölbte, hohle Wulst im Schaft des Taufbeckens nahm Holzkohle für die Erwärmung des Taufwassers auf.

Der Marienburger Altar

(15. Jh.)

Ein Fragment aus dem Bestand der erhaltenen siebenbürgischen Altarretabel. Aus Marienburg in den Besitz des Burzenländer Sächsischen Museums übernommen, ist es von dort in die Schwarze Kirche gelangt. Auf der Tafel sind Szenen aus dem Leben Christi abgebildet.

Die Gotischen Türflügel

(1477)

Auf den Türflügeln des südlichen Portals ist, eingebettet in gotisches Blattwerk, neben fantastischen Wesen auch das Datum 1477 zu finden. Wenn dieses Datum als authentischer Vermerk des Entstehungsjahres akzeptiert wird, so ist uns in diesen Türen - neben dem Taufbecken - ein zweites Ausstattungsstück der Kirche erhalten geblieben, das den Brand von 1689 überlebt hat.

Das Ölgemälde von Fritz Schullerus

(1898)

An der rechten Stirnwand neben dem Chor befindet sich das Ölgemälde von Fritz Schullerus. Dargestellt ist jener fiktive Augenblick, in dem die Kronstädter Ratsherren auf das "Reformationsbüchlein" von Johannes Honterus einen Schwur ablegen und damit die Durchführung der Reformation in der Stadt besiegeln. Das Ölgemälde zeigt in der Stilsprache deutliche Nähe zu der deutlich konservativen, den effektvollen Realismus kultivierenden Münchener Historienmalerei der 1890er Jahre.

Das Ölgemälde "Die Hochzeit zu Kana"


Das moderne Bildnis stammt von dem Kronstädter Maler Hans Eder (1883-1955) und zeigt Christus im Angesicht des ersten Wunders, das von ihm ausging: der Wandlung von Wasser zu Wein.

Das Marienfresko über dem zweiten Türsturz des Südportals

(15. Jh.)

Das Bild zeigt Maria und den Jesusknaben mit der Hl. Katharina und Hl. Barbara. Die Posi-tionierung eines Andachtsmotives über einen Eingang korrespondiert mit den Themenkreisen gotischer Kirchentympanoi. Bei den beiden Wappen handelt es sich um jenes von König Matthias und seiner Gattin Beatrix von Aragon. Ihre Anwesenheit im Bild könnte ein Hinweis auf König Matthias Corvinus als Stifter des Andachtsbildes und das gute Verhältnis zwi-schen Kronstadt und dem König sein.

Das Zunftgestühl der Kronstädter Tischler

(1746-1748)

Eines der schönsten Beispiele der nach dem Brand angefertigten Gestühle und gleichzeitig jenes Musterbeispiel, bei dessen Verfertigung die Tischler ihre Fertigkeit unter Beweis gestellt haben.

Der Tugendyzklus auf dem Zunftgestühl der Kronstädter Schneider

(um 1715)

Die Front des Gestühls trägt eine Folge der Zehn Tugenden, die als Ausdruck protestantischen Bürgerethos' verstanden werden wollte. Sämtliche vorhandenen Gestühle in der Kirche sind erst nach dem Großen Brand neu angefertigt worden.

Das Kronstädter Wappenund das Wappen der Hunyadi

(bemalte Reliefwappen, 18. Jahrhundert)

Auf einem der nach dem Brand neu aufgerichteten Langhauspfei-ler ist das Wappen von Kronstadt und jenes der Familie Hunyadi  angebracht worden. Es ist anzu-nehmen, dass die Wappen auch vor dem Brand in der Kirche waren, aber ihr heutiger Zustand spiegelt eindeutig barocken Ge-schmack.

Die Grabsteine

Im Raum unter dem Nordturm befinden sich die bei der Verlegung der Bodenheizung aus der Bodenpflasterung entfernten Grabsteine. Die Bildnisse der Verstorbenen werden von lebensstrotzender Fruchtorna-mentik und Memento-mori- bzw. Vanitasmotiven gerahmt, in deren importierter Symbolsprache das zwiespältige Todesbild des frühen Barock bis nach Siebenbürgen gefunden hat. Im selben Raum befinden sich aus Witterungsgründen auch die Originale einiger Außenstatuen.

Das Honterusdenkmal von Harro Magnussen

(1898)

Die Statue ist ein Idealbild des Reformators, Humanisten, Buchdruckers und Erneuerer des Schulwesens Johannes Honterus (1498-1549). Der Sinn von Körperhaltung und Buchrequisit ergibt sich im Zusammenspiel mit der städtischen Umgebung: Ein Buch in der Hand, weist der Gelehrte in Richtung des traditionsreichen Kronstädter Gymnasiums. Honterus pflegte Briefkontakt mit Melanchthon, der maßgeblichen Persönlichkeit des Schulhumanismus, und trieb die Neuorganisation des Schulsystems voran. Gleichzeitig war er der Gründer einer Druckerei, deren reformatorische Druckschriften, didaktische Lehrmaterialien und Ausgaben von Klassikern der Antike der siebenbürgischen Bildungsreform, in deren Laufe sich die alten Pfarr- zu protestantischen Lateinschulen wandelten, Nahrung zuführten. Die beiden Bronzereliefs auf dem Sockel bilden ihm in der Druckerei und während teilen des Abendmahls ab.
Ágnes Bálint