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Evangelische Kirche A.B. in Kronstadt

Die Schwarze Kirche

Die Schwarze Kirche stellt eines der Wahrzeichen der Stadt Kronstadt dar und ist die Stadtpfarrkirche der Evangelischen Kirche A.B. Kronstadt (Honterusgemeinde). Ihr Name rührt von dem großen Stadtbrand 1689 her, der die Kirche zu einer schwarzen Ruine werden ließ. Ursprünglich wurde sie als Marienkirche geweiht, aber der seit dem Brand zunächst volkstümliche Name „Schwarze Kirche” setzte sich im 19. Jahrhundert auch als offizielle Bezeichnung des Bauwerks durch.

Die Schwarze Kirche ist das größte sakrale Bauwerk Rumäniens, die größte spätgotische Hallenkirche östlich von Wien und eine der größten mittelalterlichen Kultbauten zwischen dem Wiener Stephansdom und der Hagia Sophia in Konstantinopel.

Mit der frühromantischen Buchholzorgel verfügt sie über die größte mechanische Orgel Rumäniens, deren Klang jedes Jahr zahlreiche Organisten aus dem In- und Ausland zum Konzertieren nach Kronstadt zieht. Zur Zeit ihrer Erbauung zählte sie zu den größten Orgeln Europas.

Des weiteren besitzt die Schwarze Kirche die größte europäische Sammlung orientalischer Teppiche aus dem 15. bis 18. Jahrhundert außerhalb der Türkei. Im Turm der Schwarzen Kirche hängt die größte schwingende Glocke Rumäniens mit einem Gewicht von rund 6000 kg.

Im Inneren bietet die Schwarze Kirche dem Besucher zahlreiche wertvolle Kunstschätze, wie das Taufbecken (1472), das Marienfresko (1476), das vom lebhaften Treiben des Kronstädter Zunftwesens zeugende Kirchengestühl aus dem 18. und 19. Jahrhundert, den neugotischen Altar (1866) sowie zahlreiche Goldschmiedearbeiten und Grabsteine von Kronstädter Würdenträgern. Im hinteren Teil der Kirche geben zwei ständige Ausstellungen Auskunft über die Geschichte der Schwarzen Kirche und das Leben des Reformators Johannes Honterus.

Noch weitgehend unbeachtet blieb bisher der Paramentenschatz der Schwarzen Kirche, der von Fachleuten in seinem Wert erst 2002 entdeckt wurde. Der Bestand an mittelalterlichen Messgewändern steht den großen Sammlungen von Danzig, Halberstadt, Brandenburg und Stralsund in nichts nach, ist allerdings derzeit noch nicht zu besichtigen. Er soll in den nächsten Jahren fachgerecht aufgearbeitet werden.