Evangelische Kirche A.B. in Kronstadt

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20. Juli 2017 – 18:00 Uhr ORGELKONZERT IN DER SCHWARZEN KIRCHE


20. Juli 2017 – 18:00 Uhr 

ORGELKONZERT IN DER SCHWARZEN KIRCHE 


An der Orgel: POTYÓ ISTVÁN 


PROGRAMM 


Georg RUZITSKA (1789-1869):  

• Präludium in c

• Fuge Nr. 2 in a-Moll 

• Prelude Pathétique 

• Fuge Nr. 1 in c

• Fantasie in d

• Fuge Nr. 6 BACH

• Adagio mit sammt fugirtem Nachspiele nach Beethovens 27-tem Werke für die Orgel bearbeitet

     1. Adagio 2. Allegro Dauer: 30 min

Dauer: 30 min


Georg Ruzitska wurde 1789 in eine Wiener Familie hineingeboren, in deren Leben Musik eine wesentliche Rollte spielte. Er besuchte die Schule der Piaristen und wurde bald zweiter Organist an der deren Kirche. Sein Interesse für die Orgel zeigt sich früh, als er die Tätigkeit Franz Volkerts, regens chori der Kirche, aufmerksam verfolgte. Im Rahmen der Festgottesdienste hatte er Gelegenheit, unter der Leitung Joseph Haydns an der Orgel zu wirken. Nach dem Gymnasium, als Ruzitska 20 Jahre alt war, wurde ihm die Stelle eines Organisten in Klosterneuburg angetragen. Allerdings fand er in der Zeitung die Ausschreibung einer Musiklehrerstelle bei der Grafenfamilie Bánffy in Siebenbürgen und beschloss, hier ein neues Leben zu beginnen. Nachdem die Ausbildung der Töchter Bánffys ihren Abschluss gefunden hatte, entfaltete Ruzitska in Klausenburg eine rege musikalische Tätigkeit. Seine markante Persönlichkeit und seine Fachkenntnis ebneten ihm den Weg in die Kreise der Klausenburger Aristokratie; im Jahr 1835 wurde er zum Direktor des Konservatoriums gewählt. Am 10. Juni 1849 wurde die Orgel der Piaristenkirche in Klausenburg eingeweiht. Heinrich Anton Maywald (ein Schüler von Carl August Buchholz, dem Erbauer der Orgel der Schwarzen Kirche) schuf sie nach Plänen Georg Ruzitskas und gab der Stadt damit ihr modernstes Instrument.

Ruzitskas Orgelwerke ordnen sich in zwei Gruppen. Die erste besteht aus den sechs Fugen in verschiedenen Tonarten, deren Klangreichtum und technischer Schwierigkeitsgrad einer steten Steigerung unterworfen sind. Zu diesen sechs Fugen gesellt sich die Fuge Nr. 7 in c-Moll „zum Requiem“. Hervorzuheben ist die Fuge Nr. 6 B-A-C-H, die mit ihrem musikalischen Thema eine Hommage an den großen Komponisten darstellt.

Die zweite Gruppe der Orgelwerke, in den Jahren 1847-1849 komponiert, ist an die neue Orgel der Piaristenkirche und deren romantisches Klangideal geknüpft. Sie umfasst Werke verschiedener Gattungen: Fantasien, Präludien, Transkriptionen. Erwähnenswert ist die Transkription des ersten Teils der Mondschein-Sonate von Ludwig van Beethoven (Op. 27 Nr. 2) für Orgel, der ein von Ruzitska komponiertes Fugato-Postludium folgt. Dieses entnimmt einer weiteren Sonate Beethovens (Op. 27 Nr. 1) thematische Elemente. Das von Georg Ruzitska geschaffene Repertoire für Orgel ist integraler Bestandteil des einheimischen Kulturerbes alter Musik.

Die CD mit den vollständigen Orgelwerken von Georg Ruzitska kann am Ausgang zum Preis von 30.- Lei erworben werden.

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