Evangelische Kirche A.B. in Kronstadt

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3. OKTOBER 1542 – DER ERSTE EVANGELISCHE GOTTESDIENST IN DER SCHWARZEN KIRCHE


Am Dienstag, 3. Oktober, 14.00 Uhr, läuten die Glocken der Schwarzen Kirche, um den 475. Jahrestag des ersten evangelischen Gottesdienstes in Siebenbürgen zu feiern. Der erste Gottesdienst nach evangelischem Ritus fand am 3. Oktober 1542 in der Schwarzen Kirche statt.
Kronstadt war die erste Stadt Siebenbürgens, in der der Stadtrat die Reformation nach dem Vorbild Wittenbergs durchführte und dabei auch das Prinzip der Volkssprachlichkeit für die Verkündigung des Wortes Gottes übernahm.
Das „Reformationsbüchlein”, bald nach dem ersten evangelischen Gottesdienst von dem Kronstädter Humanisten Johannes Honterus (1498-1549) vorgelegt, schuf die ersten Grundlagen für die Reformation der sächsischen Gemeinden in Siebenbürgen.
Die Reformation verlieh der Bildungs-, Musik- und Wissenschaftskultur wesentlichen Aufwind. Durch die Ausarbeitung einer neuen Schulordnung für das Kronstädter Lyzeum, die in einem humanistischen Erziehungsideal gründet, gab Honterus der Entwicklung des modernen Unterrichtswesens gewichtige Impulse. Die neben der Schwarzen Kirche liegende Schule, die seinen Namen trägt, ist heute eines der großen staatlichen Lyzeen Rumäniens mit deutscher Unterrichtssprache.
In diesem Jahr verlieh die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) der Stadt Kronstadt den gesetzlich geschützten Titel einer Reformationsstadt Europas und unterstrich damit die positive Rolle der Kronstädter Reformation auf internationaler Ebene.

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